Alferde, Haufendorf, am nördlichen Abhang der Finie im Tal des Mühlenbaches gebaut, 1238 als Alcforde erwähnt, gehört zum alten Bestand der Goe Eldagsen.
Die Bruchsteinkirche, ein romanisches Langhaus, wurde im 18. Jahrhundert zur Saalkirche umgewandelt. Der Westturm wurde um 1300 gebaut.
Das Langhaus war von flacher Decke; den Spuren nach sind Chor und Schiff durch einen Triumphbogen geschieden gewesen. Gewölbe sind auch für den Chor nicht anzunehmen. Ausweichungen der seitlichen Umfassungsmauern lassen sich mit Schub des Dachstuhles erklären. In Gotischer Zeit sind der Südseite Streben vorgelegt; auch die Südtür gehört in die dieselbe Zeit. Gotische Kragsteine am Dachansatz deuten an, dass damals der Dachstuhl erneuert wurde. Die Umwandlung zur einräumigen Saalkirche im 18. Jh. hat den Triumphbogen beseitigt und die Langwände in drei Achsen geöffnet. In der Halle des Westturmes wurde durch eine rechteckig umrahmte Tür bereits im 17. Jh. die Kirche von Süden her zugänglich gemacht. Der Turm ist 1822 durch ein Fachwerkgeschoß erhöht worden.
Auf unregelmäßigem Grundriss sind die starken Umfassungsmauern in Bruchstein ohne Fundamentabsetzung hochgebracht. Kanten in Quadern, Hauptsims in Holz. Flächen in Stipputz. Nur die Südseite ist mit Streben versehen. Die Lichtöffnungen segmentbogig in Quaderumrahmung. Flaches Satteldach mit Walm im Osten, Pfannendeckung.
Der Kirchturm unterscheidet den Chorteil durch Erhöhung um ein und eine halbe Stufe und ist durch Schaldecke in Muldenform geschlossen. In die Kehlflächen sind in den beiden westlichen Achsen Schrägfenster eingeschnitten. Wandflächen geputzt und geweißt. Fußboden belag im Chorteil aus rotem Sandstein, unter dem Gestühl Grabplatten.
Der quadratisch angelegte Turm ist ohne Sockelabsetzung. Kanten in Quadern.
Das Drempelgeschoß enthält den Glockenstuhl. Helmpyramide vierseitig angesetzt und ins Achteck überführt. Drempel und Helm in Schieferverkleidung. Knauf, Kreuz, Wetterfahne (1822). Das ursprüngliche Glockengeschoß enthält nach jeder Seite hin ein Schalloch mit aus dem Sturz gearbeiteten Spitzbogen. Das Gewölbe der Durchgangshalle kommt der Kuppelform nahe und hat verlaufende Grate.
Der Turm war bis zur Gebietsreform 1974 im Besitz der Gemeinde Alferde.